Helgoland und Düne

Grün ist das Land
Rot ist die Kant
Weiß ist der Sand
Das sind die Farben von Helgoland

Sonnenaufgang: 05:27 MESZ
Sonnenuntergang: 21:42 MESZ
Tageslänge: 16 Stunden 15 Minute(n)


Fortsetzung von gestern



Wenn die Rasenflächen so rigoros niedergemäht werden wie dieser Tage am Südstrand, sind diese meiner Meinung nach tot. Unnütz! Wozu soll es gut sein, dass da kurzgeschorenes Gras ist? Früher™ war dazu der Spruch:Betonieren und grün anmalen.

Die Kurpromeande am Südstrand nach der Mahd.

In den um und bei letzten 10 Jahren wurden auf Helgoland circa 40.000m2 bebaut und damit versiegelt. Mit dem Online-Werkzeug → www.insektentaschenrechner.de ← Klick der ‘Technische Universität Darmstadt’ aus dem Projekt BioDivKultur läßt sich berechnen, dass damit der Lebensraum für 6.640.002 (sechsmillionensechshundertvierzigtausendundzwei) Insekten vernichtet wurde.
Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt Ausgleichsflächen vor, die den Verlust von Naturflächen ausgleichen sollen. Helgoland hatte schon einige Ausgleichsflächen zu schaffen. Da auf unserer Insel jedoch solche Ausgleichsflächen nicht vorhanden sind, hat Helgoland dafür zu zahlen (insgesamt zigtausend Euro), damit irgendwo anders diese Flächen geschaffen werden können. Aber was haben wir hier davon, wenn zum Beispiel in Tornesch ein Bauer Geld dafür bekommt, dass er eine Wiese nicht mehr mäht?
Unsere eigenen Rasenflächen können wir dafür nicht nehmen(?). Aber trotzdem können wir unsere Naturflächen weitgehend natürlich belassen. Einige Privatpersonen sind der Verwaltung da meilenweit voraus.
Nicht schlecht!
Naturschonend gemähte Rasenflächen bei Privatpersonen auf Helgoland.

Dazu braucht nicht einmal etwas teures oder arbeitsaufwändiges gemacht zu werden. Die öffentlichen Rasenflächen einfach eine zeitlang wachsen lassen. Die Natur wird von sich aus heimische Pflanzen hervorbringen. Einige Pflegemaßnahmen sind trotzdem durchzuführen, damit die Flächen nicht verfilzen. Zudem kann die Fläche "künstlerisch" gestaltet werden. Ein-zweimal im Jahr die Flächen schneiden. Die hoch gewachsenen Wildpflanzen dann mit einer Sense. Das Schnittgut ein paar Tage liegen lassen und erst dann abtransportieren. Auch nicht alle Flächen gleichzeitig sensen, sondern mal die eine und erst später die andere. Das ist für einen Garten- und Landschaftsbauer erfüllender, als einfach alles platt zu machen.
Tja, und die im Herbst vertrockneten Halme am besten bis zum Frühjahr stehen/liegen lassen. Das bietet den Larven der Insekten im Winter Schutz. In vielen Stängeln haben Insekten ihre Eier abgelegt. Auch andere Pflanzenteile werden als Kreißsaal der Natur genutzt.
Geschockt?
Das fordert ein modernes Denken. Ein herauslösen aus alten, überkommenen "Gartenarbeiten". Der Mensch als Krone der Sch&oul;pfung hat eine Verpflichtung(!) für das Leben. Auch das der Pflanzen. Und der Tiere, die darin leben/die dafür sorgen, dass die Natur weiterhin besteht. Der Wurm durch seine Belüftung und kompostierung des Bodens, die Insekten durch die Bestäbung, . . ..
Schön ist, was natürlich ist; nicht was irgendjemand für schön hält. Das ist Chaos bei den millionen unterschniedlichen Geschmäckern.
Hast Du an einer Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla) schon mal ein Insekt an einer "Blüte" gesehen? Denk mal darüber nach.
Nicht schlecht!
Naturschonend gemähte Rasenflächen bei Privatpersonen auf Helgoland.



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Alle Bilder und Text, sofern nicht anders erwähnt: © Thorsten Falke, Leuchtturmstraße 737, 27498 Helgoland, Emailadresse:duene1(at)aol.com

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